Musik liegt in der Luft.  Häufig und fast überall. In der Natur und in der Stadt. Es zwitschert, raschelt, plätschert, brummt, summt, trommelt, flötet, trompetet und geigt. Und noch vieles mehr.  Der Klang wird von schwingenden Luftmolekülen transportiert. Und gelangt unmittelbar in unser Ohr, in unser Innerstes. Das Zerfließen der Zeit vermag Musik klangvoll und immer wieder auf`s Neue schöpferisch zu strukturieren.  Sie fängt dort an, wo unsere Worte versagen.  Musik regt uns an, beschwingt uns, lässt uns erinnern, nachdenklich werden, froh sein und Luftsprünge machen.

Ohne Musik sei das Leben ein Irrtum. Behauptete ein großer deutscher Philosoph. Der damit mir und wohl auch vielen anderen Menschen aus der Seele sprach.  Eines der ältesten Instrumente der Erde - die Flöte - vermag eben dieser Seele Ruhe und Befriedigung zu verschaffen, meinte ein griechischer Denker der Antike. Anmutig sei sie und eines der beweglichsten Blasinstrumente, so empfand es ein dänischer Komponist des letzten Jahrhunderts. Für einen berühmten Maler desselben Jahrhunderts repräsentierte sie die Farbe des Himmels, viele Dichter inspirierte ihr Klang und ihre kulturelle Bedeutung.

Sie ist, neben der Harfe, das Instrument der Engel. Die indische Gottheit Krishna führt stets eine Bambusflöte bei sich und verzaubert das Umfeld mit ihrem Spiel. In der griechischen Mythologie wird sie vom Hirtengott Pan und von der Muse Euterpe gespielt. Auch irdische Flötenspieler gibt es in Hülle und Fülle. Ihre Beliebtheit zog sich im Laufe der Jahrhunderte durch alle Schichten, vom Hirten bis zum Staatsmann. 

So ist es nicht verwunderlich, dass sie sich in vielen bildlichen und bildhauerischen Darstellungen in den schönsten Kirchen, bedeutendsten Museen und prunkvollsten Schlössern wiederfindet. Auch heute ist sie noch allgegenwärtig und sehr vielfältig und liegt überall in der Luft. Ob im Kammerkonzert, der Oper, auf dem Mittelaltermarkt, im Renaissance- oder Barockorchester, in der Philharmonie, in der Jazz- oder Rockband, als Beatbox, House oder Chill- Outklangfarbe,  im Irish Pub oder an der Copacabana, mit anderen Instrumenten oder allein.......