TRAVERSFLÖTE




Die Traversflöte (travers frz. = quer) ist ein wunderbares Zweitinstrument und eignet sich für den Block- oder Querflötisten, der neue Wege beschreiten möchte. Sie ist meist vierteilig und besteht aus einem Kopf, zwei Mittel- und einem Fußstück. Der Korpus ist aus Holz, wie bei der Blockflöte, die Tonerzeugung ähnelt der Querflöte, die Griffweise ist komplex. So vereint sie alle klanglichen Vorzüge und hat ihren ganz besonderen Charme.
Johann Sebastian Bach soll diesem Zauber einst erlegen sein, als er in einem Park einem Flötisten lauschte und daraufhin seine erste Flötensonate schrieb.
Kein Ton gleicht dem anderen, der Spieler kann sich- wie der Maler auf seiner Palette- vieler Farben bedienen. Eine Herausforderung stellt hierbei die Intonation dar, die der Flötist mit Hilfe seines Ansatzes und der Regulierung seines Anblaswinkels ständig korrigieren muss.

Auf dem Foto lässt sich gut die Entwicklung der Traversflöte hin zur Querflöte nachvollziehen. Wies sie zunächst im Mittelalter und der Renaissance keine Klappen auf, so kamen im Laufe der Epochen mehr und mehr hinzu. Die Einklappenflöte spielte beispielsweise Friedrich der Große, auf der er zeitlebens mit großer Leidenschaft musizierte und für die er komponierte.

Die Traversflöte entwickelte sich, im Gegensatz zur Blockflöte, stetig weiter und passte sich den Anforderungen der sich verändernden Musikstile und immer größer werdenden Besetzungen an.